Die Geister, die ich rief… richtet sich an Studierende der Kunsthochschule Mainz, angesiedelt in der Klasse für Fotografie. Das Projekt versteht sich als künstlerisch-experimentelle Auseinandersetzung mit Sigmar Polkes Werkkomplex Athanor – insbesondere mit dessen fotografischer Praxis und der dazu entstandenen Publikation.
Die Geister, die ich rief…
Die Geister, die ich rief…
Im Zentrum stehen das bewusste Nachdenken und Träumen über Räume – ihre Geschichte, Eigenheiten und mögliche Zukunft. Wie können wir uns künstlerisch mit Räumen verbinden und sie erfahrbar machen? Ein wesentlicher Bestandteil ist ein praxisorientierter Workshop, in dem Polkes Strategien und Arbeitsweisen zunächst gemeinsam analysiert und anschließend individuell wie kollektiv weiterentwickelt werden. Ausgangspunkt ist die Publikation Athanor. Il Padiglione, in der Polkes Reflexionen über seine zukünftige Ausstellung visuell erfahrbar werden. Davon inspiriert entwickeln die Studierenden in einem definierten Raum der Kunsthochschule Mainz mithilfe erweiterter fotografischer Techniken eigene visuelle Forschungen. Ergänzend dient Georges Perecs Träume von Räumen (1974) als theoretischer Bezugspunkt und Inspirationsquelle: „Zu Anfang allerdings ist da nicht viel: so gut wie nichts, nichts Greifbares … die Umwelt, der Raum ringsum.“
Der gemeinsame Denk- und Gestaltungsprozess mündet in eine kollektive gedachte Ausstellung, die trotz Vielstimmigkeit eine gemeinsame visuelle Sprache entwickelt. Dokumentiert wird das Projekt in einem analogen und digitalen Zine – als künstlerisches Format und verbindendes Medium zwischen Ausgangspunkt und Ergebnis. Gezeigt werden neu entstandene Arbeiten, die sowohl die individuellen künstlerischen Ansätze der Studierenden sichtbar machen als auch das Medium Fotografie als Denkraum und Erkenntnisinstrument nutzen.
Das Projekt wird zum Sommerrundgang der Kunsthochschule Mainz im Juli 2026 präsentiert.
Die Geister, die ich rief...
Seminar unter Leitung von Berit Schneidereit, 01.01.–31.07.2026, Kunsthochschule Mainz