Die experimentelle Klangkomposition und Performance For the Alchemist: A Composition of Debris, Metal, and Dust (Für den Alchemisten: Eine Komposition aus Trümmern, Metall und Staub) ist von Sigmar Polkes Athanor sowie seinen Achat-Fenstern im Grossmünster Zürich inspiriert. In beiden Werken werden Rohmaterialien in strahlende, alchemistische Formen verwandelt, wodurch Prozesse des Wandels, der Transformation und der Erneuerung sichtbar gemacht werden. Das Projekt erweitert diese Ideen um den Aspekt des Klangs und erforscht dabei Instabilität, elementare Interaktionen und die Schwellen zwischen Materie, Zeit und Wahrnehmung.
Die während Feldforschungen in der Antarktis, Westaustralien und den Schweizer Alpen entstandene Komposition fängt die Resonanzen natürlicher und industrieller Materialien ein. Sie generiert ein System, in dem sich Klänge wie in einem akustischen Schmelztiegel verändern, zerfallen und neu kombinieren. Raumakkustische Aufnahmen, Umgebungsgeräusche und Stimmen verschmelzen zu einer dauerhaften Klangumgebung, die Fusion, Erosion und planetarische Rhythmen widerspiegelt und Verbindungen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteur:innen in sich wandelnden Landschaften nachzeichnet.