Seit mehr als zwei Jahrzehnten entwickelt Marcel Dzama (* 1974, Winnipeg) ein vielschichtiges Œuvre, das sich durch eine unverwechselbare Bildsprache auszeichnet und politische, soziale und ökologische Themen unserer Zeit verhandelt.
Die Werke beschwören Bilderwelten herauf, in denen anthropomorphe Tiere, maskierte Figuren und hybride Wesen durch Dschungel, überflutete Landschaften und mondbeschienene Himmel tanzen. Trotz ihrer traumhaften Atmosphäre spiegeln sie aktuelle Ängste, sich wandelnde gesellschaftliche Tendenzen und drängende ökologische Krisen wider. Rekurrierende Motive wie beispielsweise das Schachbrett dienen als Metaphern für die strategische Logik innerhalb politischer Dynamiken.
Marcel Dzama, Into the Blue
Marcel Dzama, Into the Blue
Dzamas Werk ist durchzogen von Bezügen zu Kunst und Literatur, von Goya über Polke bis hin zu Duchamp, wobei er die Geschichte als Mittel nutzt, um die Gegenwart besser zu verstehen – und sich mögliche Zukunftsversionen vorzustellen. Der poetische und oft humorvolle Ton mildert die Schwere der von Dzama behandelten Themen und eröffnet einen imaginativen Raum für Utopien.
Im Rahmen von Sigmar Polke. Athanor NOW hat Marcel Dzama ein neues Werk, Mother of Polke, geschaffen, das erstmals in der monografischen Ausstellung Into the Blue (Ins Blaue) bei Sies + Höke präsentiert wird.
Marcel Dzama, Into the Blue
Ausstellung, 04.09.–02.10.2026, Sies + Höke, Düsseldorf